Hier möchte ich ein paar Gedanken, Definitionen und Zitate zum Thema Körperpsychotherapie wiedergeben, die das Feld dieser Therapieform beschreiben und einen Eindruck von ihr entstehen lassen können.

 

 

Im Handbuch der Körperpsychotherapie habe ich im Beitrag "Einführung: Das Spektrum der Körperpsychotherapie" folgende Worte gefunden:

 

"Bei aller Heterogenität und in Abgrenzung zu anderen Hauptströmungen der Psychotherapie gibt es einen klaren gemeinsamen Boden der körperpsychotherapeutischen Methoden. Was sie eint, ist eine an der Ganzheit orientierte Perspektive, in der neben den psychischen Dimensionen menschlichen Erlebens und menschlicher Erfahrung die körperliche Dimension gleichwertige Beachtung findet. In dem ursprünglich philosophisch fundierten Leibbegriff, der auf eine beseelte Körperlichkeit abzielt, sind diese beiden Dimensionen integriert.

[...]

Prägende Erfahrungen beeinflussen nicht nur die psychische Struktur, sondern hinterlassen ihre Spuren ebenso in körperlichen Verarbeitungsweisen, unabhängig davon, ob man diese nun als Chrakaterstrukturen (Reich 1970), als affektmotorische Schemata (Downing 1996) oder als Verwicklungen (von Uexküll et al. 1994) beschreibt.

Hieraus ergibt sich, dass Körperpsychotherapie darum bemüht ist, sich zwischen dem körperlichen und psychischen Pol therapeutischer Exploration hin und her zu bewegen und diese zu integrieren. Manchmal bewegt sich der therapeutische Prozess dabei vom Pol des Psychischen hin zu einer vertieften Körper-Selbsterfahrung, manchmal entfalten sich aus dem Erspüren und Erfühlen des Körpers klare Einsichten in psychische  Realitäten."

Quelle: G. Marlock und H. Weiss, "Einführung: Das Spektrum der Körperpsychotherapie", in Handbuch der Körperpsychotherapie (ISBN 978-3-7945-2473-0, Schattauer) Seite 7 - 8.

 

Die Deutsche Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK) definiert die Körperpsychotherapie wie folgt:

 

"Der /die Körperpsychotherapeut/in arbeitet direkt und indirekt mit dem Organismus als einer essentiellen Verkörperung des mentalen, emotionalen, sozialen und spirituellen Lebens. Er/Sie ermutigt sowohl innere selbstregulative Prozesse als auch die angemessene Wahrnehmung der äußeren Realität.
Durch seine/ihre Arbeit ermöglicht der/die Körperpsychotherapeut/in entfremdeten Aspekten des Klienten bewusst, anerkannt und integriert zu werden. [...]"

Quelle: http://www.koerperpsychotherapie-dgk.de/Koerperpsychotherapie.html